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FYRSKIB No. XII

OYHR
Gebaut 1879 aus Eichenholz in der führenden Lager- und Werftstelle von Christanshavn in DK.
Das Schiff war von Anfang an mit Leuchtfeuer und Nebelsignal ausgerüstet. 1903 wurde das grosse Nebelhorn (s. Bild) mit einer Dampfmaschine ergänzt. 1924 wurde diese durch einen Dieselmotor ersetzt. 1915 war das Schiff mit einer Unterwasserglocke ausgerüstet worden. Damit war es möglich, Unterwasser-Schallsignale auszusenden, die von anderen Schiffen geortet werden konnten. Diese Art der Peilung setzte sich jedoch nicht durch, da viele Schiffsreder auf die kostspielige Installation der entsprechenden Empfänger verzichteten.
Länge 30 m
Breite 6 m
Das Schiff wurde ausgelegt auf die Positionen:
«Anholt Knob» 1880 - 1889
«Horns Rev» 1889 - 1895
«Læsø Trindel» 1897 - 1901, 1903 - 1914 und 1916 - 1920
«Gilleleje Flak N» 1921 - 1923
«Schulz's Grund» ab 1925
Informationen zu den letzten 20 Jahren liegen nicht vor.
Die Einsatzdauer des Schiffes betrug 74 Jahre.



1953 wurde das Schiff an den Schrotthändler A.L. Sørensen in Kopenhagen verkauft. Dieser verkaufte, weil der Kupferpreis den Kaufpreis überstieg, die wertvolle Kupferbeplankung des Schiffes. Kurz danach sank das Schiff, weil es undicht wurde. Das Schiff wurde gelenzt und für DDK 4'000.– an einen neuen Eigner verkauft. Danach folgte eine längere Periode, wo das Schiff an der Sonnenseite im Christiansholms Kanal in Kopenhagen lag und dem Eigner als Wohnschiff und Domizil für seine Fahrschule diente (s. Bild). Zu diesem Zeitpunkt prägte die Werbeaufschrift «Fahrschule Fyrskib XII» die Flanken seines Autos in Kopenhagen.
In der Nacht vom 28.11.1998 fand die Nutzung des Schiffes als Wohnschiff ein jähes Ende. Ein halbes Jahr zuvor war es von einem Börsenmakler gekauft worden, dessen Sohn an diesem Tag ein Fest mit jungen Leuten an Bord feierte. Einige Nachbarn fühlten sich durch den Lärm gestört, und entschieden sich, heimlich die Stromversorgung des Schiffes zu kappen. Was sie nicht wussten, war, dass dadurch ebenfalls die elektrischen Lenzpumpen ausser Betrieb gesetzt wurden. Die Feuerwehr versuchte mit Pumpen das Schiff über Wasser zu halten. Obwohl Taucher herbeigerufen wurden, die das Leck im Boden abdichteten und die Stromversorgung wiederhergestellt wurde, gelang dies nicht. Da das Schiff in diesem schmalen Kanal für die Schiffahrt zum Hindernis wurde, liess man es bald entfernen und an den Kai der nahegelegenen B & W Werft schleppen. Dort liegt es jetzt als Wrack (s. Bilder in der Fotogalerie). Über den Eigner, den Ausgang der konkursamtlichen Zwangsvollstreckung und das weitere Schicksal ist bis heute nichts bekannt.

Das Fyrskib XII kann als «abgewrackt» abgeschrieben werden (s. Bilder in der Fotogalerie).


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