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[Translate to Dänisch:] Der Traum vom wohnen auf einem Schiff

[Translate to Dänisch:] Vielleicht haben Sie auch schon mit dem Gedanken gespielt, in einer alten Windmühle, einem ausgedienten Leuchtturm, einem Schloss, einem stillgelegten Schwimmbad oder Elektrizitätswerk, einem Wasserturm oder eben auf einem Schiff zu wohnen?
Der Wunsch nach dieser Wohnform hat zugenommen, ist jedoch nur Wenigen vorenthalten, da solche Objekte nur begrenzt zum Verkauf anstehen. Ähnlich der Wohnform Loft (stillgelegte Fabriken), sind auch hier zuerst die gesetzlichen Voraussetzungen zu berücksichtigen. Ist das zum Verkauf angebotene Objekt auch in einer Wohnzone, respektive zum bewohnen zugelassen? Diese Frage sollte als erstes geklärt sein, bevor man sich in das Abenteuer «spezielle Wohnform» stürzt.
Ein Schiff zu bewohnen ist sicherlich auch heute noch eine Exklusivität und bietet dem Bewohner auch einige ungewohnte Perspektiven.

Was ist eigentlich ein Wohnschiff / Hausboot?

Grob gesagt kann man zwei Haubootarten unterscheiden: Umgebaute Schiffe - von denen einige immer noch seetüchtig sind - und schwimmende Häuser, die als Hausboot geplant und gebaut wurden. Die meisten Hausboote sind wohl ausgebaute Schiffe aller Art. Vom alten Minensuchschiff, Patrulienfahrzeug, Fischkutter, der ausgedienten Autofähre bis zum Schleppboot aus Stahl oder Beton. Nur die Fantasie, die Physik und der Geldbeutel setzen Grenzen. Das Material ist meist Stahl, Holz oder Beton. Typisch ist jedoch bei allen Hausbooten, dass sie schon eine gewisse Zeit im Dienst standen. Die Umbauten werden meist von den Eignern selbst in Angriff genommen. Dies führt mitunter auch zu skurilem Design und merkwürdiger Bootsarchitektur. Egal, wie man ein Wohnschiff einrichtet, meistens geht man davon aus, dass man arbeiten und Wohnen gleichzeitig vereinbaren möchte.
Nach dem Umbau muss unmittelbar mit dem Unterhalt begonnen werden. Schiffe haben die Eigenschaft, vom Stapellauf weg sich in Nichts aufzulösen!
Wenn Sie nicht über entsprechende handwerkliche Fähigkeiten verfügen, das Wasser aussenbords zu halten und dem Rost Herr werden können, sollten Sie besser die Finger davon lassen.
Sollte Ihnen der Umgang mit Schleifmitteln, Grundier- und Deckfarbe etwas zu fremd sein, muss das Hausboot wohl oder übel für einen Werftunterhalt angemeldet werden. Oft sind die Umbau- und Unterhaltskosten so hoch, dass sich ein Neubau rechtfertigt.
Wer in seinem Hausboot lieber rechte Winkel und Stehhöhe in allen Räumen beansprucht, kann sich auf der Basis von Stahltanks oder Hohl-Betonelementen (die selbstverständlich auch regelmässigen Inspektionen bedürfen) ein neuwertiges schwimmendes Haus bauen lassen (siehe dazu auch die Homepage www.husbaade.dk).

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Schiff nicht um eine Immobilie wie bei einem Haus, sondern um eine Fahrhabe, also ein mobiler Gegenstand, der täglich an einem anderen Ort stehen könnte. Wie ein Auto, oder eine Segeljolle muss ein Wohnschiff steuerlich und rechtlich von diesem Standpunkt her betrachtet werden.
Dieser Umstand bedeutet z.B. auch, dass für den Kauf in der Regel nur die Barzahlung in Frage kommt und keine Bank bereit ist dieses zukünftige Wohneigentum zu finanzieren. Ausnahmen bestehen lediglich dort, wo das Schiff auch gleichzeitig als Geschäftsdomizil benutzt wird. Dies kann dann wiederum steuerliche Vorteile bringen, unterliegt dann aber auch der staatlichen Kontrolle bezüglich der Mehrwertsteuer und Personenregistrierung in diesem Land. Einige Banken sind nun bereit, Wohnschiffe wie Immobilen zu finanzieren.

Wer wird sich auf einem Hausboot wohlfühlen?

Sicherlich Personen, die gerne die Luft, das Wasser und die Aussicht auf das Wasser geniessen. Kontaktfreudige Menschen, die sich gerne den Elementen hingeben und Nachbarn als «Mitmenschen» betrachten. Individualisten, denen die Lichtreflexionen im Wasser mehr bedeuten als Fernsehgeflimmer.
Licht und Luft sind jedoch nicht automatisch Eigenschaften, die ein Wohnschiff durchfluten. Hier sind Hausboote, die als solche gebaut wurden im Vorteil. Schiffe haben die Eigenschaft, dass sie möglichst kleine Fensterflächen und ein stabiles Oberdeck aufweisen. So gilt es als erstes den Umbau so zu planen, dass Licht ins Dunkle kommt. Dies kann durch Aufstockung - was nicht immer ästhetisch wirkt - geschehen oder/und durch vergrösserung der Fenster (Bullaugen).


Was kostet ein Hausboot?

Für ? 10 000.- bis ? 100 000.- kann man einen guterhaltenen Schiffsrumpf kaufen und darauf sein individuelles Hausboot aufbauen. Die Ausbaukosten richten sich dann je nach Geschmack und Wohnfläche. Rechnen Sie aber nicht unter ? 150 000.- Ausbaukosten.
Bereits ausgebaute Wohnschiffe werden zwischen ? 100 000.- bis über ? 2 Mio. gehandelt. Machen Sie sich aber keine Illusionen, der Markt an echten Wohnschiffen ist sehr, sehr klein.

Wo kann man ein Hausboot kaufen?

Es gibt einige Bootsbaufirmen, die sich speziell auf Neubauten von Wohneigentum auf dem Wasser spezialisiert haben (Per Brandt Møller, Skovnæsvej 6, DK-3630 Jægerspris, Tel. 0045-47 31 06 77). Weitere Anbieter finden sich im Internet unter der Rubrik:Bootsverkauf «Andere Bootstypen»
Historische Schiffe oder Schiffe mit maritimem Flair sind eher selten zu finden. Vergewissern Sie sich vor dem Kauf, ob das Schiff im Schiffahrtsregister eingetragen ist und ob der Verkäufer auch wirklich der Eigner ist? So können Sie sich vor der unangenehmen Überraschung schützen, dass Sie mit dem Kauf des Schiffes auch gleich einen Schuldenberg für nichtbezahlte Liegegebühren oder weitere offene Rechnungen übernehmen.

Schiffe können unter beliebiger Flagge registriert werden. Ausgenommen, das Schiff ist älter als 100 Jahre (antik), dann darf es, z.B. in Dänemark, nicht mehr ausgeführt werden, und muss gezwungenermassen unter dänischer Flagge registriert werden. Als Schiff wird in der Regel auch ein ausrangiertes Wrack, das noch mit Motor und Schiffsschraube versehen ist bezeichnet. Erst durch das entfernen von Motor und Schraube unterliegt das zukünftige Wohnschiff nicht mehr den gesetzlichen Auflagen der zuständigen Seefahrtsbehörde. Aber aufgepasst, es gibt auch Schiffe, die nie einen Motor und eine Schraube besassen und trotzdem noch als Schiff klassiert sind. Dies sind insbesondere all die Schleppkäne und teilweise auch Feuerschiffe (Fyrskibe). Diese sogenannten PRAM-Schiffe (motorlosen Schiffe) müssen von den zuständigen Schiffsbehörden erst freigegeben werden, sonst steht dem Wohnschiff-Bewohner periodisch eine Schiffskontrolle auf dem Deck.
Da sich Schiffe auf dem Wasser befinden sollten, ist es auch naheliegend aber nicht immer logisch, dass für diese Art des Wohnens nicht die Gemeinde zuständig ist, sondern die Hafenverwaltung. Dieser Umstand kann zu erheblichen Komplikationen führen. Es gelten demnach nicht die kommunalen Vorschriften, sondern die Weisungen der Hafenbehörde! Dies kann teilweise Vor- andererseits wiederum Nachteile aufweisen.

Kann ein Hausboot fahren?

Wenn das Schiff oder das Floss mit einem Motor ausgerüstet ist sollte dem nichts im Wege stehen. Ausgenommen die Seefahrtsbehörde hat bestimmte Auflagen für den Betrieb von Seefahrzeugen auf offener See erlassen.
Andernfalls besteht immer noch die Möglichkeit sein Wohnschiff durch ein Schleppschiff von einem Hafen in einen anderen schleppen zu lassen. Bedenken Sie jedoch, dass ein fahrendes Schiff völlig autonom funktionieren muss. Sie sollten also Stromgeneratoren, Wassertanks und Abwassertanks eingebaut haben. Vergewissern Sie sich auch vorgängig, ob im Zielhafen ein entsprechender Liegeplatz für das Wohnschiff vorhanden ist.

Kann ein Hausboot das ganze Jahr genutzt werden?

Grundsätzlich ja, wenn Sie beim Ausbau an eine Zentralheizung gedacht haben. Schiffe kühlen im Winter schnell aus und heizen sich im Sommer schnell auf. Holzschiffe sind da die beste Wahl, isolieren sie doch im Winter sehr gut und gleichen im Sommer die Temperaturen langsam aus. Auf einem Holzschiff gibt es im Gegensatz zu einem Stahlschiff weniger Kondenswasser, was für die Metallteile in versteckten Positonen von Bedeutung sein kann (Rost).
Damit nicht das ganze Schiff aufgeheizt werden muss, kann man sich auch auf einzelne Kojen oder Aufenthaltsräume konzentrieren. Eine Bettheizung gibt nicht nur gezielt Wärme ab sondern sorgt gleichzeitig, für ein trockenes Bett, das sich sonst immer etwas klamm anfühlt.
Haben wir ein von der Hafenbehörde für Wohnschiffe freigegebenen Liegeplatz gefunden, und gehen wir davon aus, dass sich in diesem Hafenareal auch ein Strom- (min. 230V, besser 400V), ein Wasser- und ein Telefonanschluss befindet, so liegt es immer noch beim Schiffseigner, diese Anschlüsse auf seine Kosten zum Schiff zu führen.


Woher kommt das Frischwasser?

Frischwasser leitet man am besten über eine flexible Leitung vom nächsten Wasserschloss ins Wohnschiff ein. Strom und Wasser unterstehen meistens der Komune und werden auch durch diese abgerechnet.
Die Wasserleitung auf dem Grund des Hafenbeckens verlegt, verhindert, dass im Winter die Leitung einfriert. So brauchen Sie lediglich ein kurzes Anschluss-Stück zu isolieren oder elektrisch zu beheizen.


Was passiert mit dem Spülwasser der Toilette und dem Schmutzwasser?

Bauen Sie ein Fäkalientank in das Wohnschiff ein oder benutzen Sie bereits bestehende Tanks des Schiffes als solche. Ein lokaler Kloakservice wird dann von Zeit zu Zeit diesen Tank absaugen. Wenn die Möglichkeit zu einem Direktanschluss ins öffentliche Abwasser-Netz besteht, dann ist es von Vorteil diese Alternative zu nutzen. Bauen Sie entsprechende Pumpen (siehe Produkte von "Sanibroy") ins Schiff ein und leiten Sie das Abwasser über einen flexiblen Schlauch, der nicht dicker als 40 mm zu sein braucht, in die Kanalisation ein. Im Winter kann dieser Anschluss jedoch einfrieren und muss daher mit einer elektrischen Heizung oder entsprechender Isolation versehen sein.
Jedes Land hat hier seine eigenen Vorschriften, was mit dem Kloak- und Abwaschwasser zu geschehen hat. In Kopenhagen müssen ab 2004 alle Schiffe (nicht nur Wohnschiffe) das Abwasser entweder in Tanks sammeln und durch eine offizielle Entsorgungsstelle absaugen lassen oder mit einem direkten Kanalisationsanschluss ins öffentliche Netz entsorgen.

Habe ich auch Telefon-, Internet- und Fernsehanschluss auf dem Wohnschiff?

Selbstverständlich funktionieren diese Anschlüsse wie vom Festland aus. Sateliten-Antennen können bei kleineren, leichteren Schiffen die zum rollen tendieren ungeeignet sein. Entsprechende, automatisch positionierende Sateliten-und Kommunikations-Antennen sind ab ? 6000.- im Handel erhältlich.

Sehen Sie auch den Videoclip, des dänischen Fernsehsenders TV2 der 2003 in der Sendung «MOKKA» ausgestrahlt wurde.


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