Gedanken zur Kunst
Kunst wirft ein Blick über den Zaun des Normalen, des Alltäglichen.
Kunst ist für mich das nie endende Vorhaben, innerhalb einer Kultur etwas Neues zu schaffen, das den Rahmen dieser Kultur möglichst überschreitet. Kunst ist immer eine Momentaufnahme und drückt einen ganz bestimmten, ehrlichen Zustand der Künstlerin respektive des Künstlers im Jetzt und Hier aus. Bedingungsloses, absichtsloses Handeln in einem von mir selbst definierten Freiraum.
Kunst muss allen zugänglich werden, muss die Möglichkeit zum gedanklichen Dialog bieten.
Kunst muss wie anderes im Leben auch der persönlichen Intuition unterstellt werden und sollte nicht von einem Kollektiv beurteilt werden. Kunst ist eine Sache der Wertschätzung.
"Kunst - ein nie endender Prozess, immer unvollendet und bestrebt, sich in nichts aufzulösen."
Kunst kann in jedem Moment des Lebens neu definiert werden. Kunst wird immer unvollendet bleiben, weil wir sie in jedem Augenblick einer neuen Intuition unterstellen können.
Indem wir Kunst einen festen Wert zuschreiben, wirken wir ihrem Bestreben, sich in nichts aufzulösen, entgegen. Denn Werte werden behütet.
Auszug aus "tod:glücklich", Leben ohne begrenztes Denken, Autor: Kurt Spalinger

